Deutschland - Banter See

Der Banter See - Geschichte

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Bis Ende 1945 gehörte der heutige Banter See (Ausdehnung 2620 x 580 Meter) noch zum Kriegshafen von Wilhelmshaven. Der ehemalige West- und Zwischenhafen, der heute den Banter See bildet, war über den Großen Hafen zugänglich. Insbesondere an der Nordseite des Sees (heutiges Gelände der Firma Grove) gab es große Kai-, Bunker- und Rüstungsanlagen für Kriegsschiffe und U-Boote. Nach dem Ende des Krieges wurden sämtliche Anlagen demontiert oder gesprengt. Später wurde der Grodendamm, der den heutigen Banter See vom Großen Hafen trennt, aufgeschüttet. Über den Damm führt die Jadestraße, über welche die Schleuseninsel, der Südstrand, der Fliegerdeich und die Südseite des Banter Sees erreicht werden können.

Das Wasser des Banter Sees ist leicht salzhaltig. Man spricht hier von Brackwasser. Der Grodendamm verhindert einen Wasseraustausch mit dem Salzwasser des großen Hafens, so daß dem See langsam durch den Regen immer mehr Süßwasser zugeführt wird. Der See hat eine Durchschnittstiefe von 10 bis 13 Metern. Die Docksenkgrube ist ca. 19 Meter tief. Hier liegt an einer der Abbruchkanten in 18 Metern Tiefe der Bug einer alten Schute. An einigen Stellen wurden vor Jahren Sandausspülungen vorgenommen, so daß "Löcher" entstanden, die bis auf 22 Meter Tiefe führen. In einem dieser "Löcher" liegt das Wrack eines Pkw. Die Sichtverhältnisse wechseln ständig (von 2 Metern im Sommer bis hin zu 10 Metern im Winter). Eigentümerin des Sees ist die Stadt Wilhelmshaven.

Tauchbeschränkungen gibt es keine. Das Befahren des Banter Sees mit Motorbooten ist jedoch grundsätzlich verboten.

Frei zugängliche Einstiegsstellen zum Tauchen gibt es am Grodendamm (Ostseite), am Strandbad Klein Wangerooge und den beiden Surfplätzen am Anton-Dohrn-Weg (Südseite), an der Slipanlage unmittelbar neben dem Clubheim des UWC "Manta" in der Henschelstraße und der Docksenkgrube, zu erreichen über eine Zufahrt von der Emsstraße zu den Kleingärten bzw. dem Asphaltwerk (Nordseite). (UWC Manta e.V.)


Tauchplatz
beschreibung

Zum Banter See gibt es jetzt eine Tauchplatzbeschreibung. In einer fast 30seitigen PDF.Datei gibt es ausführliches Kartenmaterial mit Kursen zu den Schätzen des Sees! Jedes Objekt ist abgelichtet und erklärt. Die Karten und Berichte sind sehr informativ. Für alle die den See nicht aus der Westentasche kennen und Blind-Tauchgänge vermeiden wollen gilt : Unbedingt anschauen !

Wetterdaten von Wetter.com:

Aktuell:
Vorhersage:

Tauchen:

Der See ist größtenteils nur um ca. 10m tief mit einigen Stellen, an denen bis zu 20m Tiefe erreicht werden, Die Temperatur des Wassers beträgt jahreszeitabhängig ca. 5°C - 20°C (wobei geringere Temperaturen eher typisch sind).Der See hat einen weichen Boden, dadurch ist die Sicht auf maximal ca. 15m begrenzt, doch kann es je nach Wetterlage auch sehr deutlich weniger sein. Am besten ist die Sicht im Frühjahr und Spätherbst.

Der See liegt im Hafengebiet von Wilhelmshaven. Anfahrt über die A29, Abfahrt Wilhelmshaven Coldewey Stadtmitte. Am See sind ein Tauchclub (UWC Manta e.V.) und eine Tauchschule (Tauchsport Heinemann) ansässig, wo sich auch Flaschen füllen lassen.

Wochenendfahrten:

Praktisch jedes Jahr fahren die Moon-Divers gen Norden und besuchen den dort ansässigen Manta e.V. am Banter See. Im Vereinsheim können bis zu 15 Personen bequem im Dachgeschoss übernachten. Vom großen Gemeinschaftsraum sind es nur ein paar Meter bis zum Einstieg. Im See warten viele "Attraktionen" auf den Taucher. Neben Bootswracks,. Senkgruben, verschiedenen Fahrzeugen und einem küsntlichen Riff aus Reifen findet sich insbesondere ein Unterwasser-Habitat ("Dräger-Iglu" - dies ist der einzige mir bekannte Grund, unter Wasser sein Jacket abzulegen, denn sonst kann man nicht in den Iglu gelangen). Ein Kompressor an Land versorgt den Iglu mit Luft; und über ein Unterwasser-Telefon kann man Verbindung zum Land herstellen.

Die lokale Fauna läßt sich insbesondere bei Nacht-Tauchgängen gut beobachten. Krebse und Aale sind insbesondere dann aktiv. In alten Torpedohülsen finden sich ganze Schulen von Kleinfischen.

Ist man dann hinreichend durchgefroren, so legt man sein Tauchgerödel vor dem Vereinsheim ab und geht die wenigen Schritte bis zu den heißen Duschen, um sich genüßlich aus dem Anzug zu schälen. Doch auch bei nur 6° Wassertemperatur im November läßt sich der See genießen - 7mm Neopren mit Eisweste und -haube oder Trocki vorausgesetzt.

Nach vollbrachten Tauchgängen klingt der Tag bei einem herzhaften Abendessen, Deko-Bier (welches typischerweise in hinreichender Menge vorhanden ist) und Taucherlatein aus. (M. Dräger)