Da gibt es gleich verschiedene Typen von Tauchanzügen und als ich mit der Ausbildung begann war ich schon ganz schön verwirrt, was ich denn eigentlich für meine Taucherlaufbahn benötige. Als dann auch klar war, dass ich eine Ausbildung machen würde, hat man mich im Verein ans Händchen genommen, in einen Tauchladen geführt und alles erklärt. Mittlerweile bin ich meines Erachtens gut ausgestattet und gebe mal wieder, was ich so gelernt habe:
Wichtig: Tauchanzüge halten je nach Beschaffenheit warm und schützen vor kleinen Verletzungen und Sonnenbrand!
Die Typen, die hier erklärt werden:
sind
aus dünnem Lycra, Nylon oder ähnlichem Material, das dich vor Abschürfungen
oder Sonnenbrand, aber kaum vor Kälte schützt. Der Shorty ist ,wie der Name
sagt, short, also kurz. Er hat keinen oder wenig Arm und wenig Bein. Auf der
Abbildung seht ihr den klassischen 3mm-Shorty. Er ist zum Beispiel ideal beim
Training im Freibad oder in der Schwimmhalle. Er gewährleistet dort einen besseren
Tragekomfort, wenn man das ganze Gerödel auf dem Rücken und den Bleigurt um
die Hüfte schnallt. Auf dem Schwimmbadboden wird einem dann auch nicht ganz
so schnell kalt, wenn man ein paar Übungen macht. Auch beim Schnorcheln in warmem
Gewässer ist er ideal und schützt dann prima vor Sonnenbrand. Der Tropenoverall
hat lange Beine und Arme und schützt somit ein wenig mehr. Ob er wirklich zweckmäßig
ist, weiß ich nicht, denn ich war noch nie in tropischen Gewässer. Bei 23 Grad
Wassertemperatur in Ägypten (Winter) kann man jedenfalls in 10 Meter Tiefe nach
einer Stunde richtig kalt bekommen, wenn man auf den Nass- oder Halbtrockentauchanzug
verzichtet. Darum sollte der Tropenoverall auf der Investitionsliste vielleicht
weiter hinten stehen!
bietet auf jeden Fall bedeutet mehr Schutz vor Kälte und Unterkühlung. Ihn gibt es in verschiedenen Dicken, Größen und Typen, und er hat eine gute Isolierung für Wassertemperaturen zwischen 10 Grad und 30 Grad. Das Prinzip eines Nasstauchanzuges ist eigentlich ganz einfach: je dicker das Material (Neopren), desto geringer der Wärmeverlust. Denn unserem Körper wird am meisten Wärme durch vorbeiströmendes kaltes Wasser entzogen. Sitzt der Anzug richtig (also schön eng) wärmt sich das am Hals, an den Hand- und Fußgelenken eindringende Wasser in einer Schicht zwischen Haut und Anzug auf. Bleibt das Wasser dort gefangen hat man einige Zeit schön warm. Ist der Anzug allerdings zu weit, zirkuliert das Wasser, tritt also schnell wieder aus und erneuert sich durch nachfließendes kaltes Wasser. Der Effekt ist klar: Bibbern ist angesagt! Nur ist Bibbern unter Wasser nicht anzuraten! In der Ausbildung lernt man schnell, dass man auftauchen muss, wenn es zu kalt wird! Also achte immer auf eine gute Passform, der Anzug muss eng setzen, aber darf nicht die Atmung behindern.
Den Nasstauchanzug gibt es in verschiedenen Formen und Schnitten. Zum Beispiel als Long-John, einer schulterhohen Hose, die zusammen mit einer Jacke den Rumpf schön warm hält oder gleich als Overall, der ebenfalls idealerweise optional mit einer Jacke getragen werden kann. Eine Kopfhaube ist ebenfalls optional am Overall oder an der Jacke befestigt, kann ber auch zusätzlich als Einzelstück erworben werden.
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ist
vielleicht das wichtigste Kleidungsstück in der Tauchkleidersammlung und hat
sich weitgehend auf dem Markt durchgesetzt. Der Anzug hat an Beinen, Armen und
am Hals Dichtmanschetten (siehe Foto),
an denen kaum Wasser eindringen kann, sowie Reißverschlüsse für eine bessere
Passform. Diese Manschetten verhindern ein Eindringen des Wassers fast vollständig
und die Wärmeisolation liegt ca. 30% über der eines Nasstauchanzuges. Das An-
und Ausziehen bringt einen zwar etwas ins Schwitzen, aber daran kann man sich
schon gewöhnen.
Mein erster Freiwassertauchgang war jedenfalls im November bei einer Wassertemperatur von 6 Grad. Da ich gleich auf "Nummer Sicher" gegangen bin (kleine Frostbeule!) habe ich mir eine komplette Kombination mit Overall mit langem Arm und langen Beinen in 7 mm geholt. Die dazugehörige Eisweste ebenfalls in 7 mm mit Kopfhaube garantiert mir ein bibberfreies Tauchen bis in den Dezember hinein. Wenn man den ersten Schock des einfließenden Wassers überwunden hat, wärmt man sich eigentlich recht schnell auf.
Echte Trocki-Taucher dagegen sind richtig verwöhnt und lassen an ihren Luxuskörper kein Wasser (jedenfalls nicht beim Tauchen!). Das Prinzip funktioniert so:
Trockentauchanzüge isolieren besser als Nasstauchanzüge, weil sie uns trocken halten . Trockis bieten den besten Kälteschutz aller Anzüge und ermöglichen einen angenehmen Tauchgang bei unter 10 Grad Wassertemperatur. Anders als bei Nassanzügen sitzen Trockentauchanzüge nicht sehr eng und sind wahlweise aus Gummi oder Neopren. Man kann sogar zusätzlich Unterzieh-Overalls anziehen, die noch ein bißchen wärmer halten und die Trageeigenschaften optimieren. In einem Trockentauchanzug befindet sich eine isolierte Luftschicht, die nicht entweichen kann. Gase (bestenfalls einfache Luft) bieten einen optimalen Schutz gegen Wärmeleitung, darum muss man, wie in jedem luftgefüllten Hohlraum für Druckausgleich sorgen. Manche Taucher nutzen sogar ihren Anzug zum Tarieren



