Fangen wir mit dem ABC der Tauchausrüstung an. Drei Dinge, die der beginnende Taucher oder Schnorchler sein Eigen nennen sollte: Flossen, eine Maske und ein Schnorchel (ABC, weil die Buchstaben der Form der Ausrüstung gleichen).
Bei der Auswahl der richtigen Flosse gibt es gleich Unterschiede zu beachten.
Sie ist abhängig von deiner Körpergröße, deiner körperlichen Konstitution und
danach, wo du später tauchen möchtest. Die Schnorchel- oder Trainingsflosse
ist hinten an der Ferse geschlossen, ca. 40-70 cm lang und wird zum Schnorcheln
oder Tauchen im Schwimmbad oder warmen Wasser genutzt. Sie ist meist etwas preiswerter
und sollte kein allzu hartes Flossenblatt haben, damit du nicht gleich als Beginner
einen Waden- oder Fußkrampf bekommst. Im Tauchfachgeschäft solltest du bei der
Anprobe gleich darauf achten, dass die Trainingsflosse relativ eng sitzt, denn
im Wasser werden die Füße meist ein bißchen kleiner. Allerdings bitte auch nicht
zu fest, denn sonst ist der Fußkrampf gleich wieder vorprogrammiert.
Die Geräteflosse ist da schon etwas einfacher anzuziehen. Sie ist hinten an
der Ferse offen und kann mit einem Flossenband in der Länge verstellt und durch
einen Verschluss leicht geöffnet werden. Zusätzlich zur Geräteflosse trägt man
meist sogenannte Füßlinge, weiche Schuhe, die Deine Füße schön warm halten und
mit denen Du auch über Land bequem laufen kannst. Auch wenn man die Geräteflosse
in der Länge verstellen kann, sollte sie einwandfrei passen. Im Tauchladen gibt
man Dir wertvolle Tipps, worauf du achten musst. Die Geräteflosse ist ebenfalls
ca. 40-70 cm lang und das Flossenblatt ist meist ein wenig breiter und stärker,
weil der Gerätetaucher meist einen etwas ruhigeren Flossenschlag als der Schnorcheltaucher
hat.
Bei der Beratung im Tauchgeschäft ist mir auf jeden Fall gleich als blutiger Anfänger eine Geräteflosse mit Füßling empfohlen worden. Eine etwas teurere Investition, die ich jedoch nicht bereut habe, da ich von Anfang an wusste, dass ich in Zukunft als "richtiger" Taucher oft im See oder im Meer unter Druck gehen würde. In unserem kälteren See wären meine Füße in normalen Schnorchelflossen wahrscheinlich direkt abgefallen. Also eine richtige Entscheidung!
Auf unserem Bildchen siehst du nun Füßlinge und Geräteflossen. Die gibt es von vielen Herstellern in verschiedenen Formen und Farben. Ich habe damals schwarzgraue Flossen gewählt. Beim nächsten Mal, werde ich wahrscheinlich neonfarbene Flossen kaufen. Unter Wasser kann man seinen Buddy (Tauchpartner) doch etwas besser erkennen. Ansonsten sind Farben von der Mode abhängig und sollten keinen Einfluss auf deine Kaufentscheidung haben, da bekanntlich die Mode sehr wandelbar ist.
Lasse Dich auf jeden Fall eingehend beraten. In unserem Verein wird natürlich auch immer gern mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Das gilt natürlich für alle Ausrüstungsgegenstände und für Vieles mehr!
Aber
kommen wir mal endlich zur Maske! Erstmal ganz wichtig: es heißt Maske,
nicht Brille! Das Wort "Brille" für nebenstehendes Tauchutensil kostet nämlich
gleich eine Runde. Blutige Tauchanfänger kann man mit diesem kleinen ekligen
Wörtchen ganz schön ausbeuten ;o). Die Maske ist ein sehr wichtiger Ausrüstungsgegenstand.
Eine schlecht sitzende Maske kann dir einen Tauchgang ganz schön vermiesen.
Deshalb solltest du auf folgende Kriterien achten: Der Maskenkörper sollte möglichst
aus Silikon sein, da es haltbar und hautfreundlich ist, und über einen Nasenerker
verfügen, der auch mit Handschuhen bequem erreichbar ist (gaaanz wichtig, wegen
Druckausgleich). Das Glas ist aus unzerbrechlichem Sicherheitsglas. Der Dichtrand
ist doppelt und das Kopfband geteilt und leicht mittels Verschluss zu arretieren.
Das Volumen der Maske sollte klein sein. Je kleiner das Volumen, desto weniger
Luft benötigst du zum Ausblasen der Maske und desto weniger Unterdruck entwickelt
sich.
Passt die Maske richtig, sorgt der Wasserdruck schon dafür, dass die Maske dicht
bleibt. Du kannst die Passform dadurch testen, in dem du sie ohne sie richtig
aufzusetzen an das Gesicht hälst und Luft durch die Nase ansaugst. Halte dann
die Luft an und Deinen Kopf nach unten. Wenn die Maske nicht abfällt hat sie
schon einmal die richtige Passform. Undichtigkeiten können dann nur noch über
dem Mund auftreten. Wenn du das Schnorchel- oder Atemreglermundstück im Mund
hast, bilden sich ab und an Gesichtsfalten, die die Maske undicht machen können
oder du verfügst über einen dichten Oberlippenbart. Da kann natürlich der Dichtring
nicht richtig sitzen. Aber keine bange: Der Bart muss nicht ganz ab. Meist genügt
es, direkt unter der Nase ein bißchen weg zurasieren. Viel Spaß dabei!
Brillenträger sollten sich übrigens eingehend bei einem Fachmann (Tauchgeschäft und/oder Optiker) beraten lassen, welche Möglichkeiten er hat damit er unter Wasser optimal sehen kann. Auf jeden Fall stellt Sehschwäche unter Wasser meist kein Handicap dar.
Auf unserem Bildchen seht ihr eine Maske mit Seitenfensterchen, eine sogenannte Panoramamaske. Für mich optimal, da sie die Sichtweite seitlich noch ein wenig verbessert. Aber es geben wirklich so viele unterschiedliche Masken, dass du im Tauchladen bestimmt das Optimale für dich finden wirst. Der Aufbewahrung und Pflege aller Ausrüstungsgegenstände haben wir übrigens ein extra Kapitel gewidmet. Und nun noch die Antwort auf die brennende Frage:
Wer die bunte Unterwasserwelt durch die Taucherbrille genießen möchte, kennt das Problem: Nach oft nur wenigen Sekunden sieht man durch die Maske nichts mehr. Klare Sicht: Fehlanzeige. Hilft Spucke in diesem Fall tatsächlich, um Tauchermasken vor dem Beschlagen zu schützen?
Weil die Luft innerhalb der Maske vom Körper angewärmt wird, gibt es auf den zwei Seiten des Glases starke Temperaturunterschiede. In der warmen Luft, die sich zwischen Gesicht und Glas bildet, ist viel Feuchtigkeit enthalten. Dadurch kondensiert Wasser in feinsten Tröpfchen auf der Innenseite des Glases. Es beschlägt. Für ungetrübten Durchblick spucken die meisten Hobbysportler in ihre Tauchermaske. Den Speichel verteilen sie mit dem Finger gleichmäßig auf dem Innenglas. Einmal kurz ausspülen und ab ins Wasser.
Der Speichel, der aus drei großen und diversen kleinen Speicheldrüsen fließt, besteht überwiegend aus Wasser. Außerdem enthält er stärkespaltende Enzyme (Amylasen), geringe Mengen an Immunglobinen (Abwehrstoffe) und - pro Liter - 1,4 bis 1,6 Gramm Eiweiß als Schleim in Form von Glycoproteinen (Mucin). Diese Substanz erhöht die Gleitfähigkeit des Speisebreies und ermöglicht dadurch das Schlucken und Weiterbefördern in der Speiseröhre. In der Tauchermaske haften die Glykoproteine am Maskennglas und bilden auf dessen Oberfläche einen dünnen gelartigen Belag. Durch den Speichelfilm auf dem Glas perlen die Wassertröpfchen einfach ab und die Sicht bleibt klar.
Und
jetzt zum Schnorchel. Manche werden sagen, was soll ich mit dem Schnorchel?
Ich will doch tauchen! Falsch gedacht: der Schnorchel ist ein Ausrüstungsgegenstand,
der schon während Deiner Tauchausbildung eine wichtige Rolle spielt. Spätestens
wenn du dann im Freiwasser in voller Ausrüstung 200m zu Deinem Boot oder zum
Strand zurückrödeln musst, wirst du Deinen Schnorchel lieben lernen, denn er
erlaubt Dir, an der Wasseroberfläche auszuruhen oder zu schwimmen, ohne deine
Pressluft zu verschwenden.
Auch beim Schnorchel gibt es verschiedene Formen und Farben. Wirklich wichtig ist, dass der Schnorchel max. 43 cm lang ist, da man sonst seine eigene ausgeatmete Luft wieder einatmen kann (Pendelatmung). Auch der Durchmesser und die Form des Schnorchels spielen dabei eine Rolle. Ist der Durchmesser klein, hat man einen zu großen Atemwiderstand. Ist die Form gerade oder zu winklig, liegt der Schnorchel nicht bequem am Kopf und erhöht sogar den Atemwiderstand, wenn die Abwinklungen zu scharfe Ecken aufweisen. Im Tauchgeschäft wird man dir bei der Auswahl behilflich sein. Achte aber selbst darauf, dass das Mundstück bequem, fest und gerade zwischen Deinen Zähnen sitzt, wenn sich das Schnorchelrohr an Deinem linken Ohr befindet. Am Schnorchel sollte sich noch der Schnorchelhalter befinden, den du dann an Deiner Maske befestigen kannst.