V

Vagus
→ nervus vagus
vagovasale Synkope
durch zentrale Vaguswirkung ausgelöste → Synkope
Valsalva-Manöver
(Preßdruckversuch) Verfahren zum Druckausgleich in den Nasen- und Stirnnebenhölen; Nase zuhalten und bei geschlossenem Mund leicht (durch die Nase) ausatmen; wenn zu spät bzw. zu stark ausgeführt besteht die Gefahr das Trommelfell zu verletzen.
Vasodilatation
Blutgefäßerweiterung
Vasokonstriktion
Blutgefäßverengung
vegetatives Nervensystem
der Teil des Nervensystems, der (im allgemeinen) nicht bewußt und willentlich beeinflußbar ist und dessen Aufgabe die Steuerung, Anpassung und Koordination aller Lebensfunktionen (Stoffwechsel, Atmung, Kreislauf, ...) entsprechend den jeweiligen Anforderungen ist. Das VNS besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus, die zwar teilweise gegensinnig wirken, unter normalen Verhältnissen aber sich stets in einem funtionellen Gleichgewicht befinden und so Leistung und Anpassung aller Lebensfunktionen gewährleisten.
Vene
Blutgefäß, zum Herzen hinführend
Vena cava
große Hohlvene
Ventrikel
Herzkammer (Ventrikulus cordes)
Ventrikelseptumdefekt
angeborener Herzfehler, unvollständige Trennung der beiden Herzkammern.
Viskosität
Zähflüssigkeit; für die Viskosität von Gasen erhält man:
η 1
3
n m v l 
mit der freien Weglänge l = [1/( ns)], der Strömungsgeschwindigkeit v und der Teilchenzahldichte n. Aus der Definition der freien Weglänge folgt, daß die Viskosität von Gasen unabhängig vom Druck ist. Dies gilt solange die freie Weglänge klein gegenüber den Gefäßabmessungen und groß gegenüber den Molekülabmessungen ist. Mit anderen Worten für ein sehr dünnes und sehr dichtes Gas wird die Viskosität doch wieder vom Druck bzw. der Dichte des Gases abhängig. Die Viskosität ist aber grundsätzlich von der Temperatur abhängig, da v mit der Temperatur zunimmt. Dieses Verhalten ist bei Flüssigkeiten genau entgegengesetzt. Hier nimmt die Viskosität mit steigender Temperatur ab.
 
Gas  η273K[μN s m-2 l1 atm[nm] 
Luft  17.1  59.8
O2 19.2  63.3
CO2 13.8  39.0
N2 16.6  58.8
Ar  21.0  62.6
Ne  29.7  124.0
He  18.6  174.0
H2 8.4  111.0

Flüssigkeit
η [N s m-2]
T [°C]
Wasser 0.00182
0
0.001025
20
0.000288
100
Alkohol 0.00121
20
Luft (1 bar) 0.0000171
0
Wasserstoff (1 bar) 0.0000084
0

Viskositäten & freie Weglängen für Gase 

Den Gasfluß V1,2 in einer Röhre der Länge l, dem Radius r kann mit der Viskosität h des Gases und der Druckdifferenz Dp zwischen den beiden Enden der Röhre in folgender Gleichung beschrieben werden:
V1,2 (Dp . p . r ) . ( 8 . l . h)-1
Für Luft liegen die Grenzen in der Größenordnung von einigen mm bis zu cm (Lungenautomat) und 0.4 nm (Moleküldurchmesser). Im Druckbereich der zweiten Stufe sollte die Viskosität der Luft druckunabhängig sein. Der mit der Tiefe zunehmende Einatemwiderstand kann also nicht über die Viskosität der Luft erklärt werden. Für dieses Phänomen muß in erster Linie die turbulenter werdende Strömung in den Luftwegen verantwortlich gemacht werden. In [Bühl 93] wird eine Messung angegeben, die den steigenden Einatemwiderstand mit zunehmendem Druck belegt. Für eine turbulente Strömung nimmt der Widerstand mit der Dichte und dem Molekulargewicht des Gases zu. Die Abhängigkeit der Viskosität von der Molekülmasse ist ein positiver Nebeneffekt für Helium- bzw. Wasserstoffatemgasgemische. Diese sind wesentlich leichter zu atmen als Stickstoffgemische unter sonst gleichen Bedingungen.
Vitalkapazität
Ist das maximale Atemvolumen. Man unterscheidet die beiden folgenden Fälle: