D

Dalton
Dieses Gesetz betrachtet Gasmischungen.Die Aussage des Gesetzes von Dalton ist, daß in einem Gasgemisch jedes Gas den Druck ausübt als wären die anderen Gasbestandteile nicht vorhanden (→ Partialdruck). Der Gesamtdruck des Gasgemisches ist gleich der Summe der Partialdrücke.
DCIEM
Defence and Civil Institute of Environmental Medicine
DCS
Decompression sickness → Dekompressionskrankheit
Deep stops
Auch „Pyle Stops“ genannt; 1–2 minütige Stopps in Tiefen die wesentlich größer sind als die von einer herkömmlichen Tabelle berechnete
Defibrillation
Beseitigung des Herzkammerflimmerns durch Elektroschock
Dehydrierung
Wasserentzug, Austrocknung des Körpers; beim Tauchen hauptsächlich durch die trockene Atemluft bedingt, die in den Atemwegen angefeuchtet wird aber auch durch Tauchdiurese
Dekompression
Druckentlastung, langsame Gewöhnung an niedrigen Umgebungsdruck; soll den im Körper gelösten Gasen Zeit zum Entlösen geben.
Dekompressionskammer
Stahlröhre zur Überdruckbehandlung, insbesondere bei → Dekompressionskrankheit
Dekompressionskrankheit
Auslöser für die DCS sind Gasblasen im Gewebe des Tauchers. Damit sind nicht die → Mikrogasblasen gemeint, sondern größere Blasen, die sich aus den Mikroblasen, z.B. bei plötzlicher Druckabsenkung, bilden können. Je nach dem Gewebe indem die Blasen entstehen, unterscheiden sich die Symptome der DCS. Dementsprechend hat sich folgende Einteilung durchgesetzt:

Eine Behandlung durch einen Taucherarzt ist auch bei Typ I DCS angebracht, um eventuellen Spätschäden vorzubeugen. Eine Rekompression in einer Druckkammer kann auch noch nach mehreren Stunden oder Tagen sinnvoll sein.
Dekompressions-Tauchgänge,
Im Gegensatz zu → Nullzeit-Tauchgängen, Tauchgänge mit expliziten Dekompressions-Stopps in Tiefen von z.B. 3, 6, 9, 12m, usw.
Diabetes
verschiedene Krankheiten, die mit einem gesteigerten Harndrang einhergehen, die ansonsten aber wenig gemein haben. Die bekannteste Form ist der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) Weitere Diabeteserkrankungen sind:
Diastole
Phase des Herzzyklus, in der sich die Herzkammern mit Blut füllen. Dies ist auch die Zeit des größten Herzkammervolumens.
Dichte
Die Dichte eines Körpers ist durch das Verhältnis aus seiner Masse zu seinem Volumen gegeben. In der Tabelle 1 ist die Dichte verschiedener Gase und Flüssigkeiten aufgeführt.

Gas  Dichte ρ [Kg/m3]
Wasserstoff  0.08988
Helium  0.1785
Kohlenmonoxyd  1.250 
Stickstoff  1.2506 
Luft(trocken)  1.293 
Sauerstoff  1.429 
Argon  1.784 
Kohlendioxyd  1.977 
Krypton  3.4793 
Xenon  5.8971 
Flüssigkeit  Dichte ρ [Kg/dm3
Seewasser  1.02
Wasser  1.00 

Dichte von Gasen und Flüssigkeiten

Diffusion
Vorgang durch den ein Konzentrationsgefälle ausgeglichen werden soll. Bei Gasen läßt sich feststellen, daß die Diffusionsgeschwindigkeit (v) von dem Molekulargewicht (m) abhängt. Es gilt:
v1/v2
(m2/m1)
Für das Beispiel Stickstoff (m = 28 g/mol) und Helium (m = 4 g/mol) erhält man:
vHe/vN2 =
28
4
= 2.645
Das bedeutet, daß die Sättigungs- und Entsättigungsvorgänge für Helium etwa 2.6 mal schneller ablaufen als für Stickstoff.
Diluent
Engl.: Verdünner, üblicherweise ein Inertgas z.B. He als Verdünner (Mischgas, Trägergas) von Sauerstoff, manchmal auch Luft oder Nitrox
Druck
Greift an einem Flächenstück A senkrecht zu ihm die flächenhaft verteilte Kraft F an, dann heißt das Verhältnis der Kraft zur Fläche Druck p. Mathematisch formuliert:
p
=
F
A

Als Einheit für Druck ergibt sich somit 1 N m-2 = 1 Pa ( 1 Pascal) = 10-5 bar.
Man kann unterscheiden zwischen:
Atmosphärischer Druck

Der Luftdruck wird duch das Gewicht der Erdatmosphäre verursacht. Auf der Höhe des Meeresspiegels beträgt der Luftdruck normalerweise p0 = 1 atm = 760 Torr = 1.013 bar. D.h. auf einen Quadratmeter wirkt eine Kraft von 1.013*10-5 N.  Dies entspricht einem Gewicht von 1.03 Kg pro Quadratzentimerter. Mit zunehmender Höhe wird der Luftdruck geringer, da sich nun weniger Atmosphäre über einem befindet, die nach unten drückt. Wie diese Abnahme aussieht kann unter Annahme konstanter Temperatur abgeschätzt werden. Für den Luftdruck p in der Höhe h über dem Meeresspiegel ergibt sich folgende Gleichung:

p(h) = p0 . e -h/H

H = 8005 m wird als die Skalenhöhe der Atmosphäre bezeichnet. Für eine genauere Berechnung muß die Temperatur der Luft in den unterschiedlichen Höhen berücksichtigt werden. Einige so ermittelte Werte sind in der folgenden Tabelle wiedergegeben:

h in km

p(h)/p0

0.0

1.000

0.5

0.942

1.0

0.887

1.5

0.834

2.0

0.785

2.5

0.737

3.0

0.692

Hydrostatischer Druck


Der hydrostatische Druck ist wie der Luftdruck auch ein Schweredruck. Er wird von dem Gewicht einer Flüssigkeit verursacht und ist in einer gegebenen Tiefe aus allen Richtungen gleich groß.
Eine Flüssigkeitssäule mit der Höhe h und dem Querschnitt A und der Dichte ρ hat das Gewicht F = g .ρ .h .A und übt daher auf ihren Boden den Druck

p

=

F
A

=

g .ρ .h

 

aus. Für Süßwasser mit einer Dichte von ρ = 1.0 Kg/dm3 erhält man eine Druckzunahme von  981 Pa pro 10 Meter Wassertiefe. In Meerwasser mit einer Dichte von ρ = 1.02 Kg/dm3 ändert sich der Druck um 1000.62 Pa pro 10 Wassertiefe. Da die Dichte wiederum temperaturabhängig ist und der Salzgehalt im Meer stark schwankt (zumindest von Meer zu Meer) - darf man ruhig weiterhin mit 1 bar pro 10 Meter Wassertiefe rechnen, insbesondere weil der für die Tauchgangsplanung tatsächlich wichtige hydrostatische Druck vom Tiefenmesser gemessen wird und nicht der tatsächliche Abstand zur Oberfläche.

Absoluter Druck

Der absolute Druck auf einen Taucher in einer bestimmten Wassertiefe ergibt sich aus der Summe von atmosphärischem und hydrostatischen Druck.

Finimeter-Druck

Das ist der Druck den ein Druckmeßgerät (Finimeter) anzeigt. Diese Meßgeräte messen eigentlich nur Druckunterschiede und zwar zwischen dem Luftdruck und dem Druck in dem Druckgefäß. MIt anderen Worten ein Finimeter zeigt nur den Überdruck in der Preßluftflasche gegenüber dem Außen(luft)druck an. Das macht auch  Sinn wenn man nur wissen will wieviel Luft man der Flasche entnehmen kann.

-> Partialdruck
Drehschwindel
siehe → Druckdifferenzschwindel
Druckdifferenzschwindel
Ursache: Durch unterschiedliche Druckverhältnisse im Mittelohr kann es während des Auf- oder Abstiegs zu Drehschwindel kommen. Da eine Druckerhöhung über das runde und ovale Fenster auf das Innenohr übertragen wird und hierdurch das Gleichgewichtsorgan stimuliert wird, kann es bei einer seitendifferenten Reizung des Gleichgewichtsorgans zu Schwindelsymptomen kommen. Das Gehirn erhält unterschiedliche Signale von beiden Seiten, die zu einem Verarbeitungsproblem führen, worauf der Körper mit Schwindel reagiert. Bei der Seekrankheit handelt es sich um ein ähnliches Phänomen: unterschiedliche Signale des Gleichgewichtsorgans und der optischen Wahrnehmung führen zu einer Fehlinterpretation woraufhin Schwindel und Übelkeit entsteht.

Symptome: Während des Aufstiegs (90%) oder Abstiegs (10%) bemerkt der Taucher plötzlich eintretenden Dreh- oder Schwankschwindel. Hinzu können Übelkeit und Brechreiz treten. Durch den Schwindel kann es zur Orientierungslosigkeit kommen, so dass im schlimmsten Fall ein Notaufstieg eingeleitet wird, der die Gefahr eines Dekompressionsunfalls birgt. Der Schwindel hält in der Regel zwischen 10 Sekunden und mehreren Minuten an (Durchschnitt 30 sec). Hält man sich konstant auf der Tiefe, läßt der Schwindel nach, sobald ausgeglichene Druckverhältnisse in beiden Ohren herrschen. Durch Tauchen in die Gegenrichtung (oder Druckausgleich, bei Druckdifferenzschwindel des Abtauchens) kann der Schwindel frühzeitig unterbrochen werden. Nicht jeder Taucher muss Druckdifferenzschwindel erleben: nur ca. 30% der erfahrenen Taucher hatten schon einmal Druckdifferenzschwindel. Die Häufigkeit des Auftretens variiert sehr stark zwischen den betroffenen Tauchern. Manche Taucher hatten nur einmal ein solches Erlebnis, andere erleben jeden zweiten Tauchgang eine Schwindelepisode. Besonders häufig treten diese Symptome bei Tauchern mit Erkältung auf, da sie unter einer behinderten Tubenbelüftung leiden.

Therapie: Es ist keine Therapie notwendig, da die Symptome von alleine verschwinden. Bleibt der Schwindel konstant, liegt eine andere Erkrankung vor, die HNO-ärztlich abgeklärt werden sollte. Hilfreich ist es in die Gegenrichtung zu tauchen oder sich auf einen Punkt zu konzentrieren (z.B. Ankerseil). Es ist selbstverständlich, dass man nicht mit einer Erkältung tauchen sollte, wenn man aber nun doch unter Wasser gelandet ist, muss man mit einem gehäuften Auftreten rechnen. Untersuchungsmethoden: An der Hals-Nasen-Ohren Universitätsklinik Heidelberg wurde eine Untersuchung von 64 Tauchern durchgeführt, von denen ca. 30 % schon einmal einen Druckdifferenzschwindel erlebt haben. Eine Messung der Tubenfunktion erlaubte keine Vorhersage welcher Taucher an Druckdifferenzschwindel leidet. Eine Untersuchung des Gleichgewichtsorgans zeigte ebenfalls keine Unterschiede zwischen den Tauchern mit und ohne Druckdifferenzschwindel. Bisher sind also keine Untersuchungen bekannt, die es ermöglichen würden vorherzusagen welcher Taucher einen Druckdifferenzschwindel erleben wird. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass in der Ausbildung auf diese "Erkrankung" hingewiesen wird, damit gerade Anfänger nicht mit Panikreaktionen reagieren.

(Aus: "Die Tauchersprechstunde")
Dystonie, vegetative
fehlerhafter Spannungszustand des → vegetativen Nervensystems