B
- Backbord
- Bezeichnet die (vom Heck zum Bug gesehen) linke Schiffsseite; Nachts durch
ein rotes Licht gekennzeichnet.
- Bail-Out System
- Rredundante, alternative
bzw. Notfall-Luftversorgung
- Bar
- Alte Druckeinheit; 1 bar = 100000 Pa
- Baro
- Vorsilbe, griech. den Druck betreffend
- Barotrauma
- Verletzung, die durch Druckdifferenz (meist zwischen Außendruck und
Druck in einer → Körperhöhle) hervorgerufen wird
- Bends
- DCS-Symptome an Knochen und Gelenken, treten oft erst einige Stunden nach
dem Tauchgang auf; am häufigsten sind Schmerzen in den Knien, die an
Meniskus-Schmerzen erinnern. Schmerzhafte Erscheinungen der à Dekompressionskrankheit Typ 1, vor allem in Ellenbogen, Schultern und Kniegelenken. Die Schmerzen werden von Gasbläschen hervorgerufen, die sich in den betroffenen Gelenken gebildet haben. Der Name "bends" kommt von der angewinkelten Schonhaltung, in der der Verunglückte das betreffende Gelenk hält.
- Bergseetauchen
- Tauchen in Gewässern die über 300 (700) Höhenmetern liegen. Wegen des geringeren Luftdrucks ergeben sich geänderte Dekompressions- und Nullzeiten. Bergseetauchen bringt prinzipiell kürzere Nullzeiten und. längere Dekompressionszeiten mit sich, da der Umgebungsdruck mit zunehmender Höhe abnimmt. Dies wird von speziellen Bergseedekompressionstabellen und Bergseeprogrammen der Tauchcomputer berücksichtigt.
- Bergseetauchtabelle
- Tauchtabellen für das Tauchen in hochgelegenen Gewässern.
- Best Mix
- Maximaler Sauerstoff- bzw.
Stickstoffanteil für einen vorgegebene
Tiefe
- Bewußtlosigkeit
- Ohnmacht, Bewußtseinsverlust, Synkope; tritt als Folge von Erschütterungen,
Verletzungen oder Vergiftungen des Gehirns oder anderer Organe auf. Unter
bzw. im Wasser stellt die Bewußtlosigkeit immer eine lebensbedrohliche
Situation da.
-
- Blaukommen
- bezeichnet das blaue Anlaufen des Gesichtes, das bei Helmtauchern auftritt, wenn der Abstieg zu schnell erfolgt. Verursacht wird ein Blaukommen durch einen Unterdruck im Taucherhelm und die daraus resultierende Sogwirkung. Dies ist das sog. äußere Blaukommen. Zu einem inneren Blaukommen kann es durch einen Unterdruck in der Lunge kommen. Dadurch kommt es zu einer Sogwirkung in den großen Hohlvenen und in den rechten Herzkammern. Die Folge sind Durchblutungsstörungen, Kollaps und Bewusstlosigkeit.
- Blut
- Das Gesamtblutvolumen beträgt etwa 4.5 - 5.5 l. Zu den Aufgaben des
Blutes gehört der Transport von Stoffen und Gasen, die Regulation des
Wärmehaushaltes, die Pufferung des Säure-/Basenhaushaltes, die Signalvermittlung
durch Hormone und die Abwehr körperfremder Stoffe. Im Blut sind u.a.
enthalten:
- Erythrozyten: O2 bzw. CO2-Transport
- Leukozyten: Abwehr körperfremder Stoffe
- Thrombozyten: Blutstillung
- Proteine: Transport, Abwehr, kapillärer Flüssigkeitsaustausch
- Elektrolyte
- Blutkreislauf
-
=
+
- Boyle-Mariotte
- Dieses Gas Gesetz besagt, daß das Produkt aus Druck (p) und Volumen
(V) einer abgeschlossenen Gasmenge bei gleichbleibender Temperatur konstant
(k) ist.
- p . V = k
- Für die Anwendung dieser Aussage muß auf die beiden Bedingungen
geachtet werden:
die Gasmenge darf sich nicht ändern, d.h. es darf kein Gas einströmen
oder entweichen
und alle Änderungen müssen so langsam vor sich gehen, daß
sich die Temperatur des Gases nicht ändert.
Die Auswirkungen des Gesetzes kennt eigentlich jeder (Taucher):
Wird das Volumen verringert erhöht sich der Druck. Reduziert sich
der Druck wird umgekehrt das Gasvolumen zunehmen. Das erklärt zu einem
warum soviel Luft in eine Duckluftflasche paßt und zum anderen warum
die Lunge reißt wenn man ohne (aus)zuatmen auftaucht.
Bottom Mix
Luftgemisch (Mix) für den
Aufenthalt am Grund
Bounce Dive
Kurzer, tiefer Tauchgang
Bradykardie
langsame Herztätigkeit (mit Schlagfrequenzen < 50 min-1)
Brechung (von Licht an Wasser)
Fällt ein Lichtstrahl auf die Grenzfläche zwischen zwei (optisch)
durchsichtigen, unterschiedlichen Medien, so wird ein Teil des Strahls
reflektiert und ein Teil durchgelassen. Für diesen durchgehenden Anteil
spricht man von Brechung, da seine Ausbreitungsrichtung von der des einfallenden
Strahls verschieden ist. Für eine genaue Beschreibung dieses Vorganges
benötigt man das Wellenbild oder gar (falls man es ganz genau wünscht)
das Photonen (Quanten) -bild des Lichtes.
Um das Prinzip zu verstehen reichen die Mittel der geometrischen Optik
und einige Annahmen völlig aus. Nach dem Gesetz von Snellius gilt
für den Winkel zwischen Lichtstrahl und der Senkrechten auf der Grenzfläche
folgender Zusammenhang:
| sin(a1) / sin(a2)
|
= |
n2 / n1 |
|
a1 bezeichnet den Einfallswinkel des Lichtstrahls im ersten
Medium und n1 dessen Brechungsindex.
a2 und n2 sind die entsprechenden Größen
für das zweite Medium. n wird als Brechungsindex des Medium bezeichnet
und ist eine Materialkonstante. n gibt an um wieviel langsamer das Licht in
dem Medium ist als im Vakuum (n=1). Für den von Luft (a1,
n1) und Wasser (a2, n2) ist in folgender
Skizze das Verhalten von ein- und ausfallendem Strahl dargestellt. Die Brechungsindizes
sind für Luft n1 = 1.000272 und Wasser n2 = 1.333.
(Der Brechungsindex für das Glas der Tauchermaske liegt etwa zwischen
1.5 und 1.6, je nach Glassorte.)
Brechungsindex (von Wasser)
Der Brechungsindex eines transparenten Mediums ist ein Maß für
die Fähigkeit des Mediums die Ausbreitungsrichtung von Licht, das in
dieses Medium eintritt, zu ändern.
Wenn man die entpsrechenden Winkel (vgl. Brechung von Licht) mißt
und in das Snell'sche Gesetz einsetzt, kann man den Brechungsindes eines Mediums
relativ zu einem anderen bestimmen.
Ist das eine Medium Luft, so kann man auf den Brechungsindex für praktische
Zwecke gleich dem zu Vakuum annehmen.
Der Brechungsindex von Wasser hängt von der Temperatur(verteilung)
des Wassers ab, und von der Zusammensetzung des Wassers, d.h. von den darin
gelösten Stoffen.
In der folgenden Tabelle ist die Temperaturabhängigkeit des Brechngsindex
von Wasser für verschiedene Wellenlängen aufgetragen.
Wellenlänge (nm)
|
T=10 C
|
T=20 C
|
T=30 C
|
706.5
|
1.3307
|
1.3300
|
1.3290
|
589.3
|
1.3337
|
1.3330
|
1.3319
|
501.6
|
1.3371
|
1.3364
|
1.3353
|
404.7
|
1.3435
|
1.3427
|
1.3417
|
Brechungsindex von Wasser.
Mit abnehmender Wassertemperatur nimmt der Brechungsindex zu. Die liegt
an der hheren Dichte des kälteren Wassers. Ebenso wie von der Temperatur
hängt der Brechungsindex von Wasser von den darin gelösten Stoffen
(z.B. Salz) ab.
Die nächste Tabelle zeigt die Abhängigkeit des Brechungsindex
vom Salzgehalt des Wassers (für eine Wellenlänge von 589.3nm und
18°C Wassertemperatur).
Salzgehalt
(g/kg)
|
Zunahme in n(w)
|
Beispiel
|
|
5
|
0.00097
|
nördl.Ostsee
|
10
|
0.00194
|
|
15
|
0.00290
|
|
20
|
0.00386
|
Bucht von Biafra
|
25
|
0.00482
|
|
30
|
0.00577
|
|
35
|
0.00673
|
Atlantik (Oberflächenwasser)
|
40
|
0.00769
|
nördl. Rotes Meer
|
Änderungen des Brechungsindex mit dem Salzgehalt
Neben den bisher besprochenen Abhängigkeiten, verändert sich
der Brechngsindex von Wasser auch noch mit dem Druck. Dieser Effekt ist aber
gegenüber den anderen beiden deutlich
geringer. Im Bereich von 0 - 30°C nimmt der Brechungsindex um etwa
0.000016 zu, wenn sich der Druck um eine Atmosphäre erhöht.
Die Tabellen auf dieser Seite zeigen, daß die Veränderungen
im Brechungsindex von Wasser durch äußere Einflüsse relativ
gering ist ( <1%) Deshalb kann für alle praktischen belange ein Wert
von n=4/3 angenommen werden.
Bronchien
Verbindung zwischen Luftröhre (Trachea) und Lunge. Die Luftröhre
ist durch den Kehlkopf gegen den Schlund verschließbar und gabelt sich
in die zwei Bronchien, die jeweils einen Lungenflügel mit Atemluft versorgen.
Im Lungenflügel verästeln sich diese Hauptbronchien baumartig bis
in die feinsten Verzweigungen, die Bronchiolen.
Bubbles
Bläschen; Micro Bubbles (ganz kleine
Bläschen) oder Silent Bubbles (stille, nicht
nachweisbare Bläschen)